Willkommen in unserer evangelischen Kapelle!

Altar der evangelischen Kapelle im AKH

Sie finden unsere Kapelle auf Ebene 5 im Eingangsbereich zwischen grünem und roten Bettenturm. Sie ist Tag und Nacht geöffnet.

Hier finden Sie auch den Ort der Erinnerung.

Wir hoffen, dass Sie sich wohl fühlen und mit Ihren Gedanken und in Ihrem Gebet gut verweilen können.

Wir bitten Sie ganz herzlich, diesen Raum mit großem Respekt zu betreten und ihn so zu hinterlassen, dass auch die nächste Besucherin oder der nächste Besucher sich hier wohl fühlt. Nur so können wir die Türe der Kapelle weiterhin Tag und Nacht offen lassen und viele können aus der Hektik des Krankenhauses hier Zuflucht finden.

Der schlichte Raum lässt sich bei besonderen Anlässen verwandeln, die Sessel können entsprechend anders gestellt werden. Wenn die Sessel einmal ganz weggeräumt werden, können wir sogar auf dem Boden ein Labyrinth legen, das von Menschen wirklich abgegangen werden kann. 

Ein Raum für Gottesdienste
Unser Raum wird zu einem besonderen Ort durch die Gottesdienste, die regelmäßig am Sonntag um 19.00 Uhr und am Mittwoch um 12.15 Uhr (ökumenisches Mittagsgebet) gefeiert werden. GOTTESDIENSTE

Ein Raum für Gesprächsangebote ... a room to talk and to pray

Von 2012 bis 2014 konnten wir  montag bis freitags zwischen 9.00 und 12.00 Uhr durch unsere PraktikantInnen im Propädeutikum bzw. durch stud.psych.ther. Chinedu Maduka ein offenes Angebot zum Gespräch und zum Gebet anbieten. Dieses Angebot war interkulturell angelegt. ... There's a room to meet, talk and pray either with Chinedu Maduka or with Eunice Wangane Stuhlhofer as an counselling offer across cultures. This is part of our project "Counselling across Cultures". - Wir möchten dieses offene Gesprächsangebot weiter fortführen, denn der Zuspruch war enorm - bei Interesse an diesem freiwilligen Dienst bitte bei der evangelischen Seelsorge melden.

Unser Altartisch erzählt uns davon, dass durch die Auslegung des Wortes Gottes und durch die Abendmahlsgemeinschaft dieser Raum ein Ort der Gottesbegegnung wird. Geheiligt wird diese Kapelle auch durch die Gebete und Fürbitten vieler Patienten und Patientinnen, die hier in der Stille beten.

Orgel
Uns ist die Pflege der Kirchenmusik sehr wichtig und wir sind sehr stolz auf unsere wertvolle und sensible Walcker-Orgel, durch deren Klang unsere Gottesdienste und viele andere Veranstaltungen zu Festen werden.

Frau Mag. Nevi Assenova ist unsere hauptamtliche Organistinnen, die in der evangelischen Kapelle im AKH ihren Dienst verrichtet und mit ihren KollegInnen unsere Gottesdienste musikalisch begleitet. Seit einiger Zeit werden wir bei unserem ökumenischen Mittagsegebet am Mittwoch durch die Kirchenorganistin Frau Germaid Taschler begleitet.

Textiles Altarbild
Das Altarbild dieser Kapelle ist von der finnischen Textilkünstlerin Eva-Irmeli Oksanen entworfen (1990). Es gibt dieser Kapelle den freundlichen hellblauen Grundton vor und heißt „Die Engel auf dem Felde“. Das Bild rechts gibt nur ein Detail wieder.
Im Weihnachtevangelium singen die Engel „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen“ und wir wiederholen dieses Lob Gottes in jedem Gottesdienst. 
 
Auf diesem Feld wird aber auch das Kreuz sichtbar. Durch den Lichtschein des Ostermorgens verkündet dieses Bild auch Jesus Christus, der „dem Tod die Macht genommen und das Leben und ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht hat“. (2. Tim.1, 10)

Frau Oksanen hat auch die Paramente und unser Altarkreuz entworfen. Ganz besonders schön wird das Kreuzmotiv im weißen Altartuch aufgenommen. Die Künstlerin schreibt an die damalige evangelische Pfarrerin im AKH, Mag. Lea Peiker, dass sie diese Engel nicht zu „engelhaft überirdisch flatternd“ gestaltet, damit wir als Betrachterinnen und Betrachter uns in diesen Engeln sehen können. So schöpfen wir Hoffnung und Zuversicht aus dem Weg der Engel von der Weichnachtsnacht zum Ostermorgen. Dieses Bild will uns vermitteln, dass auch in den dunkelsten Stunden eine Bewegung zum Licht der Auferstehung und eine Leichtigkeit im Neubeginn zu finden ist. Vielleicht ist die Hoffnung für uns manchmal nur eine Ahnung vom Duft der Blumen auf dem Felde …

Lebensbaum
Ein weiteres durch die finnische Kunst inspiriertes Werk ist der Lebensbaum. Er wurde angefertigt nach einem Thema „Stufen der Hoffnung“ der finnischen Bildhauerin Eeva Ryynänen von Peter Staffler-Grödner in Wien 1991. 

In diesem Lebensbaum blüht der Stamm zu einer schönen Blume auf und jede Blume wird zu einer weiteren Sprosse auf dem Weg des Menschen zum Licht und zum Brot des Lebens in der Krone des Baumes. Für den Betrachter hat dieses Klettern etwas Kindliches, Spielerisches an sich, denn es ist ein Kind und nicht der alte weiser Adam, der die Baumkrone erreicht. Obwohl dieser Mensch schon eine lange Kletterpartie hinter sich hat, drückt seine Gestalt doch die Unschuld eines spielenden Kindes aus. Die Auseinandersetzung mit Leid und Krankheit, unser „Emporklettern“ ein Leben lang muss nicht immer nur Mühsal sein, sondern kann auch manchmal, wenn wir loslassen können, auch ein Aufblühen der Überraschungen sein.

Ort der Erinnerung
In der evangelischen Kapelle findet sich auf der rechten Seite im vorderern Teil seit Weihnachten 2009 eine Bildinstallation der finnischen Künstlerin Mag. Päivi Vähälä. Die Erinnerung an jedes Leben steht im Vordergrund ihrer Arbeit. In dem Bild stehen Blüten, Knospen und Blätter für das zarte Leben und symbolisieren die Einmaligkeit jeden Lebens. Die interaktive Wandgestaltung rechts neben dem Bild führt die Blütenmotive mit handgefertigten Tonperlen fort. Für jedes verlorene Kind können dort alle Trauernde, unabhängig von ihrer Konfession oder ihrer Religionszugehörigkeit oder ihrer weltanschaulichen Überzeugung eine unverwechselbare Perle befestigen.

„Mir ist es wichtig, Objekte und Orte der Ruhe und des Gleichgewichtes, Inhalte mit Freude zu schaffen“, sagt  Päivi Vähälä zu ihrem Entwurf. „Bei der Umsetzung ist es mir auf einmal ganz deutlich geworden, dass ich das Bild für die Kinder gemalt habe. Und die Perlen aus Keramik sind noch viel schöner geworden, als ich es mir vorgestellt habe.“

Die Bildinstallation verzichtet bewusst auf christliche Symbolik. Vielmehr erzählen die Blüten und die Perlen von Liebe und Wert des Lebens in einem zerbrechlichen Wesen.

Dank der Zusage des ehem. Ärztlichen Direktors Herrn Univ. Prof. Dr. Reinhard Krepler hat das Allgemeine Krankenhaus einen Teil der Kosten für Kunstwerk und Umgestaltung der Kapelle übernommen. Die andere Hälfte der Kosten dafür wurde innerhalb der Evangelischen Kirche durch Spenden zusammen getragen. Wir danken allen, die uns dabei unterstützt haben und weiterhin mit ihren Spenden dazu beitragen, dass das Angebot am "Ort der Erinnerung" weiter entwickelt werden kann. Am 5. Oktober 2010 wurde der Ort der Erinnerung feierlich der Öffentlichkeit vorgestellt und es haben inzwischen viele berührende Kontakte, Gespräche und Erinnerungsfeiern stattgefunden.

Die Evangelischen Seelsorge ist die Kontaktstelle für alle Betroffene und für alle Interessierten, vermittelt gerne an KollegInnen weiter oder hilft, wenn Feiern mit eigenen Begleitpersonen stattfinden sollen. Kontakt: Pfarrerin Marietta Geuder-Mayrhofer

Unser Angebot:

Persönliche Einführungen zum Ort der Erinnerung, Vernetzung und Unterstützung bei persönlichen Ritualen, liturgischen Feiern und Erinnerungsgottesdiensten.

Der Ort der Erinnerung kann nach Absprache auch von externen Trauergruppen selbständig genutzt werden.

 

Lebensbaum
Blick auf die Walcker-Orgel
Altarbild Evangelische Kapelle AKH Wien
Altar und Altarbild Evangelische Kapelle AKH Wien
Ort der Erinnerung, AKH Wien
Ort der Erinnerung, Perlenwand, AKH Wien