Gründonnerstag 2007

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Gründonnerstag 2007


    Alles ist bereit. So festlich wurde die Kapelle geschmückt. Z. Bsp. hatte jede der 4 Altarkerzen durch Seelsorgerin Jeannette Rehm eine eigene, unterschiedliche Verzierung erhalten. (Fr. Rehm fertigte auch die Osterkerze '07, die besonders schön geraten ist)

    Vorsteher der Eucharistiefeier "vom letzten Abendmahl" war Krankenhaus-Seelsorger Siegbert Neubauer, der auf die Assistenz seiner Kollegin Karin Koller - als Lektorin und Ministrantin z. Bsp. - vertrauen durfte.

    "Seht das Lamm Gottes, das hinweg ninmmt die Sünde der Welt ...". Zwei Kommunionspenderinnen und der Zelebrant durften Brot und Wein an die Gemeinde austeilen, die bei uns im AKH ja jeden Sonntag "sub utraque specie", d. h. unter beiderlei Gestalten, kommunizieren kann.

    Auf die Initiative von Bernhard, dem Sohn des Mesners und anderer Ehrenamtlicher, konnten wir auch heuer wieder extra gebackenes Fladenbrot in der richtigen Größe für uns erstehen. Dieses Brot kommt in etwa (!) dem nahe, das Jesus beim letzten Abendmahl gebrochen hat.

    Mit vereinten Kräften wird das Brot beim "Agnus Dei" gebrochen, "gerissen", auf ca. 30-40 Stücke geteilt. Was bei einer üblichen Hostienscheibe in einer Sekunde zu bewerkstelligen ist, braucht bei einem Fladenbrot etwas längere Zeit ...

    "Der Leib Christi" - "Amen". Zelebrant Neubauer beim Austeilen der Kommunion.

    "Das Blut Christi" - "Amen". Kommunionhelferin beim Verteilen des Weines (des größeren Platzangebotes wegen heuer in der Ikonenkapelle, einige Schritte vom Platz des Priesters entfernt).

    Karin Koller spricht einen Meditations-Text am Schluss der Heiligen Messe, den sie schon für das Mittagsgebet ausgesucht hatte: "Jesus, du bist dir nicht zu schade, dich niederzubeugen, dich schmutzig zu machen, dich hinzugeben, für die Menschen ..."

    Am Ende der Heiligen Messe löscht Karin Koller alle Kerzen aus: Zeichen der Trauer über das, was am Ende des letzten Abendmahles zwischen Judas und Jesus geschehen war. Beim Verlassen der Kapelle steht kein Stück Schmuck im Altarraum, keine Kerzen, keine Blumen (ausgenommen die immer grüne Ikonenkapelle), kein Tischtuch, kein ewiges Licht, der Tabernakel ohne Hostien bleibt offen ...

    "... und so segne euch und geleite euch durch die Heiligen Drei Österlichen Tage unser Gott im Himmel, Gott Vater, Gott Sohn und Gott, Heiliger Geist. - Gehet hin in Freuden und in Frieden!"


    Für alle - und natürlich für den Betroffenen völlig überraschend - konnte Siegbert Neubauer öffentlich bekanntgeben, dass Erzbischof Christoph Kardinal Schönborn unserem ehrenamtlichen Mesner, "Herrn Karl" Semelliker, den Stephanusorden verleihen wird. Ein großes Fest steht uns bevor!



Foto-Dokumentation von Benedikt Semelliker, 6. April 2007

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