 | Willkommen
in der katholischen
Kapelle!!! NEU !!!
Die spirituelle Meile des AKH
Ein Reiseführer durch die vier Gebetsräume der evangelischen und der katholischen Christen, der Juden und der Muslime.
Hochglanz-Farb-Broschüre -
Juni 2006 - EURO 3,--
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R U N D G A N G durch die Kapelle >>
Oder wählen Sie aus:
Zuvor ... | Geschichte | Altarraum | Ikonenkapelle | St. Cosmas & St. Damian
Kreuzkapelle und Orgel | Kreuzweg | Meditationsbilder | Gedenktafel
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Den vier Glaubensgemeinschaften, die in der AKH-Seelsorge vertreten sind, wurde 1991 je ein Andachtsraum zur Verfügung gestellt. Diese vier Gemeinschaften sind die katholischen und die evangelischen Christen, die Juden und die Muslime.
 | Die Räume dieser Religionen bzw. Konfessionen liegen unmittelbar nebeneinander. Das kann nicht nur die enge Verbundenheit mit der evangelischen Seelsorge ausdrücken, was ja an und für sich selbstverständlicher Usus unserer Kirche ist / sein soll, sondern ermöglicht auch Kontakte mit den Muslimen und den Juden. Dies dürfte anderswo nicht allzuoft der Fall sein - bis jetzt. |
Die größte Kapelle, die sie besuchen können, ist unsere katholische Kapelle. Sie ist ebenso von 00:00 bis 24:00 geöffnet wie die evangelische Kapelle links daneben. Unter Tags ist auch die Moschee frei zugänglich (Schuhe ausziehen!); die Synagoge der Juden hingegen ist versperrt, Schlüssel können jedoch bei der katholischen Seelsorge ausgefolgt werden.
Mehr über die konkreten ökumenischen und interreligiösen Kontakte unter den Konfessionen und Religionen im AKH finden Sie hier >>
Zur Geschichte
Die Kapelle ist dem Gedächtnis der heiligen Märtyrer Cosmas/Kosmas und Damian geweiht und wurde zusammen mit den evangelischen, jüdischen und islamischen Andachtsräumen am 12. Juni 1991 eröffnet und am 17. Oktober 1992 von Weihbischof Dr. Helmut Krätzl konsekriert.
Im Jahre 2005 feier(te)n wir ein "Geburtstags-Jubiläum" - 15 Jahre Andachtsräume auf Ebene 5.
Die Kapelle wurde vom Architekt Lippert und dem Metallbildhauer Thomas Hocke gestaltet, der auch im Dom zu Gurk (Ktn.) arbeitete.
Der Altarraum
 | Im Zentrum der Kapelle befinden sich ALTAR und AMBO, in massivem Marmor gebaut. Sie bezeugen den Glauben an die Gegenwart Gottes im Wort der Schrift und in der Gemeinschaft um den Altar.
An Sonn- und Feiertagen versammeln wir uns um 09:00 Uhr bei diesem Altar zur Eucharistiefeier; an den Vorabenden um 19:00 Uhr. |

|  | Der TABERNAKEL gleicht in seiner einfachen, ja archaischen Form einem gotischen Sakraments-Häuschen, lässt aber auch Assoziationen an die Bundeslade im Alten Testament oder an die Arche Noah zu. Beide Metallarbeiten - Tabernakel und Vortragekreuz - wurden vom Metall-Bildhauer Thomas Hocke gestaltet. |
Das Metallkreuz rechts vom Altar ("VORTRAGEKREUZ") erinnert an die Wundmale des Gekreuzigten. Die rötliche Bronzescheibe mag auf das Aufgehen der Ostersonne oder auf das eucharistische Brot hinweisen.
Katholische Kapelle für orthodoxe Christen –
die Ikonenkapelle
 | Der linke Flügel der Kapelle, unweit vom Tabernakel, dient als Meditationsraum und ist bewusst so gestaltet, dass sich auch orthodoxe ChristInnen hier beheimatet fühlen können. Im AKH gibt es leider keine eigene Kapelle für die orthodoxen Christen. |
 | Eine Vielzahl von Kerzen, die die Kranken oder auch ihre Besucher hier anzünden, zeigt die hohe Zahl von Besucher/innen oder Beter/innen. Die Ikonenkapelle ist der "meistfrequentierte" Ort der katholischen Kapelle. |
In dieser Kapelle finden die Mittagsgebete (Mo, Di, Do um 12:15 Uhr) statt.
 |  | Neben der Ikone der Gottesmutter befindet sich auch eine Ikone der Heiligen Cosmas und Damian. Beide Ikonen wurden von Erzpriester Chrysosthomus Pijnenburg, * 1946 in den Niederlanden, gemalt. Im Alter von 21 Jahren trat der jetzige Erzbischof in seiner Heimat in die orthodoxe Kirche ein. | Damit legte er den Beginn seiner kirchlichen Laufbahn fest, die ihn u. a. nach Wien führte. Neben seiner priesterlichen Tätigkeit leitet er seit 1986 Ikonenmalkurse und malt auch selbst weiterhin Ikonen, die in vielen Kirchen in In- und Ausland zu sehen sind.
Die Ikone der Gottesmutter von Jaroslav
Sie ist eine Variante der "Gottesmutter des Erbarmens". In dieser Ikone kommt die liebende Verbindung zwischen Schöpfer und Geschöpf besonders schön zum Ausdruck. Die Gottesmutter beugt sich ehrfurchtsvoll über das Kind. Christus schmiegt sich an die Mutter, schaut zu ihr auf, berührt zärtlich ihr Gesicht, das von Mitgefühl gezeichnet ist. Isaak von Ninive schrieb: "Was ist ein mitfühlendes Herz? - Ein Herz, das für die ganze Schöpfung brennt." Maria als Bild des erlösten Menschen ermutigt in dieser Ikone, sich der Zärtlichkeit Gottes hinzugeben, sich von ihm lieben zu lassen und seine Liebe zu jedem Geschöpf zu teilen.
Die Inschrift auf dem Mantelsaum lautet aus dem Kirchenslavischen übersetzt:
WAHRHAFT WÜRDIG UND RECHT IST ES,
dich selig zu preisen, o Gottesgebärerin,
allzeit selige und ganz unbefleckte Mutter unseres Gottes;
die du ehrwürdiger bist als die Cherubim
und unvergleichlich herrlicher als die Seraphim,
die du unversehrt Gott, das Wort, geboren hast,
wahrhaftige Gottesgebärerin, dich preisen wir hoch! Die Ikone Cosmas und Damian
Diese beiden Märtyrer des ausgehenden 3. Jahrhunderts genießen in den Ostkirchen hohe Verehrung und haben in der katholischen Kirche Bedeutung als Patrone des Heilwesens.
Cosmas und Damian sind auch die Namensgeber der kath. Kapelle im AKH: "AKH-Kapelle zum Hl. Kosmas und Hl. Damian". Mehr über beide im folgenden Kapitel >>.
Die Patrone der Kapelle:
St. Cosmas und St. Damian

Kosmas und Damian waren Ärzte des ausgehenden 3. Jahrhunderts. Sie wurden deshalb passenderweise zu Schutzheiligen der AKH-Kapelle erklärt.
Mehr über beide Heiligen >>
Die Kreuzkapelle / Der Corpus / Die Orgel
Im rechten Flügel der Kapelle, der sogenannten Kreuzkapelle, befindet sich seit 2001 ein aus Holz gemeißelter CORPUS des akademischen Bildhauers Oskar Höfinger. Prof. Mag. Oskar Höfinger wurde 1935 in Golling, NÖ, geboren, studierte bei Prof. Fritz Wotruba Bildhauerei und ist international anerkannt.
 | In dieser Kapelle feiern wir täglich (Mo - Fr, 16:00 Uhr) die Eucharistie. Vor diesem Kreuz beten wir auch alle Freitage das Mittagsgebet (12:15 Uhr).
Bei dem Kreuz fällt der Blick auf zwei Gestalten von ein und demselben Kreuz. Im Hintergrund ein dunkles Schatten-Kreuz, vor dieser Folie ein „anderes“ Kreuz. Ziel des Künstlers war es, Christus nicht anklagend, sondern tröstend und Auferstehung verkündend darzustellen. |
Während der letzten Woche in der österlichen Bußzeit (="Passionszeit", die Woche vom 5. Fastensonntag bis zum Palmsonntag) ist das Kreuz aus diesem Grunde verhüllt. Das dunkle Tuch wird erst wieder am Karfreitag anlässlich der Kreuzverehrung entfernt.
Der Kreuzweg
 | Die im hinteren Teil der Kapelle befindlichen 14 Bilder auf Holzplatten bilden einen KREUZ-WEG, der von der Künstlerin Maria-Luise Öhl gemalt und im Februar 2005 durch Sponsorengelder erworben wurde. Er wurde am 13. März 2005 von Generalvikar Mag. Franz Schuster geweiht.
Der „Kreuz-Weg“ erinnert an die unzähligen persönlichen Kreuzwege von Patienten und deren Angehörigen, aber auch daran, dass auf jeden Karfreitag ein Ostermorgen folgt. |
Maria-Luise Öhl wurde 1952 in Wien geboren uns ist Schülerin von Mag. Sybille Uitz und Lona Rosenmayr.
>>> Hier die 14 Bilder des Kreuzweges in der AKH-Kapelle.
Die Meditationsbilder
Die drei großen Meditationsbilder im vorderen Teil der Kapelle bilden thematisch eine TRILOGIE über SCHÖPFUNG + ERLÖSUNG + VOLLENDUNG der Welt.
Sie stammen vom akademischen Maler und Graphiker Günther Kraus, der 1988 im AKH verstorben ist. Er wurde 1930 in Klagenfurt geboren und betrieb autodidaktische Studien in Wien, Paris, Philadelphia, New York und Mexiko. Weltweit wurden seine Werke, für die er zahlreiche Preise und Auszeichnungen erhielt, ausgestellt.
"Schöpfung" / "Adam und Eva"
Im linken Seitenteil der Kapelle (in der sog. Ikonenkapelle) befindet sich das Bild SCHÖPFUNG.
 | Es stellt Adam und Eva, das biblische Menschenpaar des Anfangs, vor Augen: „Gott schuf den Menschen als sein Abbild; als Mann und Frau schuf er sie.“ (Gen 1,27) Die Leiblichkeit des Menschen und seine partnerschaftliche Verwiesenheit stehen hier im Vordergrund. Rote Balken verbinden die beiden Figuren. |
Es sind dies die Bande des Blutes und der Liebe. Zugleich verweisen sie auf das Kreuz: Die Würde und Schönheit des menschlichen Leibes ist oft bedroht und gebrochen; gerade im Krankenhaus ist das gehäuft erlebbar. Die Farben der Abendsonne und ihre langen Schatten künden das kommende Dunkel der Nacht (des Todes) an, durch das alles Lebendige hindurch muss, um den Morgenglanz (der Auferstehung) wieder sehen zu können.
"Erlösung" / "Kreuzigung"
 | Das Altarbild in der Mitte des Kapellenraumes (hinter dem Hauptaltar) stellt die KREUZIGUNG dar.
Was jedem Betrachter sofort ins Auge springt, ist der große schwarze Punkt im weißen Feld: |
beunruhigend wie die verfinsterte Sonne bei der Kreuzigung Jesu; belastend wie all die dunklen Flecken und bedrohlichen Löcher unseres Lebens: die Last der Krankheit, bedrängende Konflikte, negative Erfahrungen, Ängste, Einsamkeit; all das, was unsere Seele und unseren Leib beschwert und nicht loslässt, so wie einst ein Gefangener behindert wurde durch die Eisenkugel an der sprichwörtlichen Kette.
Von diesem „springenden Punkt“ aus gilt es, einen Zugang zum Kreuz zu finden. Die Grundgestalt des Kreuzes hebt sich blutigrot von der Leinwand ab.
Mit „blutendem Herzen“ hat Jesus sein Leben aufs Spiel gesetzt, um mit uns das Dunkel des Lebens zu teilen. In der Verbindung mit ihm, im Leben aus dem Glauben, können wir die wunden Punkte und die dunklen Felder unseres Lebens durchdringen. Verheißungsvoll fällt von oben helles Licht ein: Ein menschenfreundlicher Gott geht alle Wege mit. Dieses Licht ergießt sich in die Form eines Kelches, wird zum Symbol der Eucharistie, in der wir unsere Gemeinschaft mit dem gekreuzigten und aufer-standenen Herrn feiern und erneuern.
"Vollendung" / "Auferstehung"
Das Bild VOLLENDUNG hängt im rechten Seitenteil der Kapelle, in der sogenannten Kreuzkapelle.

| Die Gestalt Christi erhebt sich über einem schwarzen Horizont, den wir als Erdoberfläche deuten können. Die Farbe des Blutes und der Liebe, aber auch die hellen Gelbtöne der aufgehenden Sonne kennzeichnen diesen Jesus, der als der Auferstandene noch die Haltung des Gekreuzigten beibehält. Zugleich erfüllt er in ungeheurer Dynamik den Kosmos und zieht die vergängliche Materie und das Dunkel dieser Welt in seinen Energiestrom hinein – in eine Sphäre neuen Lebens und ungeahnter Herrlichkeit. |
Der dunkle Punkt, der noch im Bild ERLÖSUNG alles schwer niedergehalten hat, schwebt jetzt einem Luftballon gleich hoch in den Himmel. Dorthin, wo Jesus "auffährt" und "sitzet zur Rechten Gottes des allmächtigen Vaters".
Die Arme Jesu weisen beschützend und bergend hinein in unsichtbare Räume. Der weiße Horizont links und die silberne Fläche rechts künden den Glanz der kommenden Welt an. Aber auch in der Welt der Erlösten wird das Leid der Erde nicht einfach ausgelöscht und vergessen sein, sondern es wird – als verklärtes Leiden – seine Würde erhalten und seinen Sinn enthüllen. Es wird nicht länger bedrückend über der Welt lasten, sondern – einem Luftballon gleich – dem entgegensteigen, der „alle Tränen abwischen wird aus unseren Augen!“ (Apg 21,4).
Die GedenktafelDie Tafel ist ein Ort, wo die Erinnerung aufgefrischt werden kann.
 | Die AKH-Seelsorgerin Karin Koller bekräftigte bei der Segnung am Aschermittwoch 2006:
„Es ist ein Geschenk, diese Beziehung zu erfahren und leben zu können. Wir sollten daher dankbar sein, das wir dieses Leben erlebt haben. Der Abschied ist aber auch die Geburt einer Erinnerung. Und die Erinnerung ist ein Schatz, den wir in uns tragen, der uns tröstet und eine Kraft gibt. Die Erinnerung frischt man auf, z. B. mit dem Besuch am Friedhof. Wir im AKH haben mit der Eröffnung der Gedenktafel so einen Ort geschaffen, wo die Erinnerung aufgefrischt werden kann.“ |
Wir erinnern uns ... an die Menschen, die wir Seelsorger/innen im AKH ein Stück ihres Weges begleiten durften, die in unserem Spital verstorben sind, und deren Bilder die Angehörigen und Hinterbliebenen an unserer Gedenktafel angebracht haben. Ihnen gehört immer wieder unser Gebet, z. B. dreimal im Jahr anlässlich der ökumenischen Gedenk- und Trauergottesdienste. Die Termine finden Sie unter "Kath. Gottesdienste".
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